Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans) ist eine besondere Form entzündlichen Rheumas. Er äußert sich hauptsächlich in Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Im Verlauf können sich Verknöcherungen bilden. Morbus Bechterew ist nicht heilbar und kann die Beweglichkeit der Betroffenen einschränken.
Daher ist dauerhafte Mobilisation – auch mit den nachfolgenden Übungen – das Mittel der Wahl.
Übung 1: Lateralmobilisation
Im schonenden Vierfüßlerstand wird die Wirbelsäule in Seitneigung mobilisiert. Neben der Mobilisation kommt es zu einer Dehnung der Rumpfmuskulatur.
Ausgangsstellung: Vierfüßler
Durchführung:
Die Hände wandern in kleinen Schritten im Halbkreis zu einer Seite – zur Mitte zurück – und zur anderen Seite.
Empfehlenswert: 5 x zu jeder Seite
Übung 2: Rotationsmobilisation
Ebenfalls im Vierfüßler wird die Drehbewegung der Wirbelsäule beübt. Neben der Mobilisation der Rippen steht auch hier eine Dehnung der Rumpfmuskeln im Vordergrund.
Ausgangsstellung: Vierfüßler
Durchführung:
Der Oberkörper dreht in eine Richtung mit gestrecktem Arm (Bodenkontakt) ein – zurück zur Mitte – und bewegt den Arm in die Gegenrichtung zur Decke. Die Augen verfolgen den Arm.
Empfehlenswert: 5 x zu jeder Seite
Übung 3: Beuge- und Streckübung
Die Flexibilität des Rückens in Beugung und Streckung wird in Sitzstellung trainiert.
Ausgangsstellung: Sitz
Durchführung:
Die gefalteten Hände Richtung Boden bewegen, dabei wird der Rücken mit eingerollt.
Empfehlenswert: 5 x langsam im Wechsel
Übung 4: Extensionsmobilisation
Über die Rückenlehne eines Stuhles wird die Aufrichtung des Brustkorbes verbessert. Die Wirbel und Rippen werden beweglich gemacht und die Atmung erleichtert.
Ausgangsstellung: Sitz, Rücken angelehnt
Durchführung:
Die Hände werden auf dem Brustbein aufgelegt. Der Oberkörper wird über die Stuhllehne in die Streckung (Extension) bewegt.
Empfehlenswert: 3 x 7 langsame Wiederholungen
