Gewicht und Größe sind die einzigen beiden Zahlen, die zur Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) benötigt werden. Aber der BMI einer Person sagt nicht wirklich viel über die allgemeine Stoffwechselgesundheit aus. Vielmehr ist der BMI nur eine einfache Methode, um Daten über den Körper einer Person zu sammeln. Viele Mediziner verwenden ihn lediglich, um einen groben Eindruck zu bekommen und um herauszufinden, ob jemand übergewichtig ist.
BMI berücksichtigt keine Muskeln
Denn der BMI lässt nicht nur größere Menschen dicker erscheinen als kleinere, sondern hat sich in langjährigen Studien als (zumindest) ungenau erwiesen, wenn es darum geht, den Gesundheitszustand einer Person zu beurteilen.
Ein Beispiel: Ein 1,80 Meter großer, 115 Kilogramm schwerer Bodybuilder mit einem Körperfettanteil von zehn Prozent, würde nach der BMI-Berechnung in die Kategorie fettleibig fallen, während eine 55 Kilogramm schwere, 1,65 Meter groß Frau mit fast 40 Prozent Körperfett „normal“ wäre.
Demnach ist der BMI kein zuverlässiger Gesundheitsindikator
Der BMI war allerdings auch nie als klinische Messgröße gedacht, mit der man das Wohlbefinden eines einzelnen Patienten verfolgen kann. Er wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von einem europäischen Mathematiker entwickelt, um lediglich bevölkerungsweite Schätzungen der Fettleibigkeit vornehmen zu können. Daher ist der BMI nur eines von mehreren Instrumenten zur Beurteilung der Stoffwechselgesundheit.
Eine weitere (genauere) Möglichkeit einer groben Einschätzung der Menge an gefährlichem viszeralem Fett um die inneren Organe herum, ist die Messung des Bauchumfangs.
Dazu wird knapp oberhalb der Hüftknochen ein Maßband angelegt und dieses straff und waagerecht gehalten. Im Allgemeinen besteht dann ein höheres Risiko, an Fettleibigkeit zu erkranken, wenn der Taillenumfang bei (nicht schwangeren) Frauen mehr als 89 Zentimeter und bei Männern mehr als ein Meter beträgt.
