Ergotherapeutische Methoden können eine wirksame Behandlungsmethode für Patienten mit ADHS, einer neuropsychiatrischen Störung, die durch ein Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität gekennzeichnet ist, sein.
Deren Behandlung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Neben der medikamentösen Therapie können auch psycho- und ergotherapeutische Maßnahmen eingesetzt werden.
Dabei ist Ergotherapie ein wichtiger Aspekt in der ADHS-Behandlung, da sie die Fähigkeiten des Patienten stärken kann, selbstständig und selbstbewusst zu handeln sowie soziale Kompetenzen zu entwickeln.
Zur ergotherapeutischen Methode gehören unter anderem:
- Verhaltensanalyse und -modifikation: Mit diesen Methoden wird versucht, unproduktive oder störende Verhaltensweisen zu identifizieren und zu verändern.
- Kognitive Trainingsmethoden: Dabei wird versucht, die Aufmerksamkeit und das Gedächtnis der Betroffenen zu verbessern.
- Sensorische Integrationstherapie: Diese Form soll helfen, die sensorischen Reize (Sehen, Hören, Fühlen etc.) besser zu verarbeiten.
Vor der ergotherapeutischen Behandlung wird zunächst eine ausführliche Anamnese bei dem Patienten durchgeführt, um die genauen Ursachen von ADHS festzustellen. Anschließend wird ein Behandlungsplan erstellt, der speziell auf den Patienten zugeschnitten ist.
Die Behandlung selbst kann bei der Ergotherapie unterschiedlich aussehen, abhängig von den jeweiligen Bedürfnissen des Patienten. Es können sowohl Einzel- als auch Gruppensitzungen stattfinden. Im Mittelpunkt stehen aber Übungen, die die Motorik und Wahrnehmung verbessern. Die Patienten lernen, ihre Aufmerksamkeit zu steuern und ihre Impulsivität zu kontrollieren.
Grundsätzlich gilt, dass die Behandlung regelmäßig und über einen längeren Zeitraum (ggf. mehrere Monate) durchgeführt wird, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
